Der Euro - Eine Währung für ganz Europa

Der europäische Gedanke ist so alt, wie das Aufkeimen einer ersten kontinentalen abendländischen Identität. Spätestens seit Karl dem Großen lebt die Idee eines gemeinsamen Europas in den Herzen und Hirnen der Völker von der Iberischen Halbinsel bis zum Balkan. In der neueren Geschichte wurden immer wieder Versuche unternommen, dieses Europa zu vereinen. Waren es zunächst jedoch immer nur dem machtpolitischem Kalkül einzelner Herrscher geschuldete Zwangsvereinigungen, welche die Grenzen der Staaten nur in verschiedene Richtungen verschoben haben, ergaben sich mit dem Sieg der Alleierten über den Hitlerfaschismus für den Kontinent Europa völlig neue Perspektiven. Unter dem Vorzeichen einer friedlichen Zusammenarbeit konstituierte sich noch während des kalten Krieges in den westlichen Ländern zunächst die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und dann die Europäische Union (EU) und in den Ländern der sowjetischen Einflußsphäre der Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW). Mit dem Zusammenbruch des Kommunismus und dem Ende des kalten Krieges wurde endlich der Weg frei für ein geeintes Europa.

Die Einführung des Euro als gemeinsame europäische Währung kurz nach der Jahrtausendwende war daher nur konsequent und folgerichtig, um damit nach der schon bestehenden wirtschaftlichen Zusammenarbeit nun endlich auch die finanzielle Einheit Europas hergestellt werden konnte. Mit der Gemeinschaftswährung, dem Euro, wurde neben dem amerikanischen Dollar und dem japanischen Yen eine weitere starke Währung geschaffen, die seither an den Börsen dieser Welt ein großes Gewicht hat. Nicht nur, dass der Euro für die Völker viele Erleichterungen im älltäglichen Geldverkehr brachte, er bestimmte maßgeblich auch die internationalen Währungs- und Bankgeschäfte in einer Größenordnung, wie es sich die Väter des europäischen Gedankens nie hätten träumen lassen.

Wenn heute im Zuge der allgemeinen Wirtschafts- und Finanzkrise Kritiker den Euro anzweifeln und den Ausschluss einzelner Völker aus dem Euroraum fordern, so ist dies im Sinne einer konstruktiven europäischen Finanzpolitik äüßerst kontraproduktiv, weil damit der europäische Wirtschaftsraum als Ganzes gefährdet wäre.

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